Mittelalterliche Kunstwerke im Halberstädter Domschatz
Ein im wahrsten Sinne des Wortes prachtvolles Erlebnis erwartet die Besucher im Halberstädter Dom St. Stephanus und St. Sixtus. Denn Halberstadt im Harz ist der Ort in Deutschland, an dem ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher Kunstwerke erhalten blieb. Altarbilder und Skulpturen, Handschriften und Mobiliar, Bronzewerke und Goldschmiedearbeiten aus dem Mittelalter faszinieren die Besucher des Domschatzes. Besonders beeindruckend sind die etwa 90 liturgischen Gewänder, die jedem Besucher den Prunk der Gottesdienste vor Augen führen.
Auch die drei monumentalen romanischen Wandteppiche sind ein herrlicher Augenschmaus. Der um 1150 gefertigte Abrahamsteppich ist außerdem der älteste gewirkte Bildteppich Europas. In der Schatzkammer, wo wunderbare Reliquiare, schönes Altargerät und Elfenbeinschnitzereien gezeigt werden, sind auch Kunstwerke aus byzantinischen und islamischen Werkstätten zu sehen. Der Halberstädter Dom wurde übrigens zwischen 1236 und 1486 errichtet. Er bietet eine der wenigen Möglichkeiten, einen Kirchenschatz an dem Ort zu bewundern, wo er einst benutzt wurde.
Wer den Dom und den Domschatz erleben möchte, kann von Dienstag bis Sonntag an der anderthalbstündigen Führung teilnehmen. Mehr Informationen zu Halberstadt gibt es auf www.halberstadt.de. Zwischen Ostern und Weihnachten finden im Dom herrliche Orgelkonzerte statt. Die musikalische Tradition des Halberstädter Doms und die berühmte gotische Orgel sind beachtlich, so dass es sich lohnt, Besichtigung und Konzertbesuch zu kombinieren.
Foto: djd/Halberstadt/Christian Gahl
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